Aufgabenfelder katholischer Jugendsozialarbeit

Katholische Jugendsozialarbeit hat die berufliche und gesellschaftliche Integration junger Menschen und deren uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zum Ziel. Daher beschränkt sich das Tätigkeitsfeld der Jugendsozialarbeit als Teilbereich der Jugendhilfe nicht nur auf solche. Vielmehr spielen neben der Jugendhilfe auch Bildungs-, Sozial-, Arbeitsmarkt- und Migrations- / Integrationspolitik eine entscheidende Rolle.
In Einrichtungen katholischer Jugendsozialarbeit erfahren junge Menschen ganzheitliche Förderung. Neben einer fundierten sozialpädagogischen Betreuung wird besonderer Wert auf das personale Angebot gelegt. So können junge Menschen zu einer ganzen Persönlichkeit reifen.

  • Jugendberufshilfe

    Der Einstieg ins Berufsleben zählt zu den einschneidendsten Veränderungen im Leben junger Menschen. Aufgrund der verschärften Arbeitsmarktsituation, vielen jungen Menschen ist ein nahtloser Berufseinstieg verwährt, ist die Jugendberufshilfe zu einem der wichtigsten Arbeitsfelder der Jugendsozialarbeit geworden. Sie umfasst sozialpädagogisch orientierte Maßnahmen zur Berufsvorbereitung und -ausbildung sowie berufs- und beschäftigungsfördernde Maßnahmen für Jugendliche mit schlechten Startchancen, außerdem Hilfen für Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Jugendliche.

  • Jugendwohnen

    Der Wunsch nach Beheimatung und Geborgenheit ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Die Schule oder Lehrstelle am fremden Ort können es beispielsweise nötig machen, dass Jugendliche und junge Erwachsene auf eine Unterbringung außerhalb des Elternhauses angewiesen sind. Das Angebot des Jugendwohnens bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen Möglichkeiten, mit sozialpädagogischer Begleitung und Betreuung zu lernen, den Alltag zu meistern, mit anderen zusammenzuleben und zugleich selbständiges Wohnen einzuüben. Angesicht gestiegener Mobilitätsanforderungen, vor allem auch im europäischen Kontext, sind Angebote des Jugendwohnens unverzichtbarere Bestandteil der Jugendsozialarbeit.

  • Integrationshilfen

    Besonders hart treffen schwierige gesellschaftliche Verhältnisse zugewanderte junge Menschen: Fremde Sprache und ungewohnte Umgebung machen es ihnen schwer, schulisch, beruflich und privat Fuß zu fassen. Durch Beratung, Hilfen und Begleitung werden sie befähigt, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Die Förderung umfasst neben Beratungsangeboten und Eingliederungsseminaren auch Sprachkurse und außerschulische Förderung. Bei diesen Maßnahmen wird die einheimische Bevölkerung mit einbezogen.

  • Schulsozialarbeit/ Schulbezogene Jugendsozialarbeit

    Die Schulsozialarbeit/ schulbezogene Jugendsozialarbeit bietet jungen Menschen, benachteiligten und von Benachteiligung bedrohten Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern vielfältige Unterstützung an. Dazu zählen auch Hilfen für junge Menschen mit schulverweigerndem Verhalten. Die Angebote und Hilfeleistungen finden in Schulen oder in Kooperation mit Schulen statt. Schulsozialarbeit/ schulbezogene Jugendsozialarbeit trägt somit zu einem erfolgreichen Schulbesuch und/oder einem gelungenen Übergang von der Schule in die Ausbildung und den Beruf bei.



Die BAG KJS …

  • vertritt die Interessen junger, benachteiligter und beeinträchtigter Menschen in Kirche, Staat und Gesellschaft.
  • unterstützt beratend, konzeptionell und finanziell Maßnahmen und Initiativen der Jugendsozialarbeit.
  • beschafft und verwaltet öffentliche und private Zuwendungen.
  • arbeitet mit relevanten gesellschaftlichen Gruppen zusammen.
  • bietet als Dienstleister einen Infopool zu allen Belangen der Jugendsozialarbeit an.